

Zaza ist eine jugendliche Herumtreiberin, die häuslicher Gewalt entflieht und sich in eine Traumwelt flüchtet. Achmad hat in Deutschland studiert. Auch er hat Gewalt erlebt. Seine Schwester starb im Krieg in Afghanistan. Er ist zutiefst verletzt, voll Hass, zu allem entschlossen.
Zwei Menschen erleben gemeinsam in einem Bus die letzte Stunde vor einem drohenden Terroranschlag. In einem Wettrennen zwischen Zerstörungswillen, Todessehnsucht und der gleichzeitigen Suche nach Nähe wird die Frage gestellt: Kann in einem Moment der nahenden Katastrophe Liebe entstehen? Was muss passieren, damit ein gewaltbereiter Gotteskrieger aus seiner Hassspur springt?
Am Ende steht Achmad vor eine unausweichlichen Entscheidung: Zerstört er den Beginn einer Liebe und opfert sich als Märtyrer? Oder gibt er seine hasserfüllte Ideologie auf und öffnet sich für die Liebe.
BAAL novo kontrastiert den gewaltbereiten Islam mit einem lebensbejahenden, sinnlichen und toleranten Islam, der im „Clash der Kulturen“ kaum noch wahrgenommen wird. „Jihad mon amour“ ist ein packender Stoff, politisch hochbrisant, ein Wagnis. In der Aufführung werden die Migrations-Biografien der Darsteller eingeflochten und thematisiert. So geht es in „Jihad mon amour“ auch um Hoffnungen, Ängste und innere Zerrissenheit von Einwanderern.
Das Stück wird in Deutsch, in geringen Teilen auch in Türkisch, Kurdisch und Persisch gespielt. Es ist ohne Fremdsprachenkenntnissen problemlos verständlich.
Es spielen unter der Regie von Edzard Schoppmann ein internationales Ensemble, der Deutsch-Iraner Puja Behbound, die Deutsch-Kurdin Ivan Subay und der Deutsch-Türke Vedat Erincin. Im Anschluss an die Aufführung stehen die Schauspieler für ein Gespräch mit den Schülern zur Verfügung.
Thematische Schwerpunkte für den Unterricht: Religion, Politik, Integration, Migration, Toleranz. Zu dem Stück ist ab April ein begleitendes Materialienheft erhältlich.
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Zaza ist eine jugendliche Herumtreiberin, die häuslicher Gewalt entflieht und sich in eine Traumwelt flüchtet. Achmad hat in Deutschland studiert. Auch er hat Gewalt erlebt. Seine Schwester starb im Krieg in Afghanistan. Er ist zutiefst verletzt, voll Hass, zu allem entschlossen.
Zwei Menschen erleben gemeinsam in einem Bus die letzte Stunde vor einem drohenden Terroranschlag. In einem Wettrennen zwischen Zerstörungswillen, Todessehnsucht und der gleichzeitigen Suche nach Nähe wird die Frage gestellt: Kann in einem Moment der nahenden Katastrophe Liebe entstehen? Was muss passieren, damit ein gewaltbereiter Gotteskrieger aus seiner Hassspur springt?
Am Ende steht Achmad vor eine unausweichlichen Entscheidung: Zerstört er den Beginn einer Liebe und opfert sich als Märtyrer? Oder gibt er seine hasserfüllte Ideologie auf und öffnet sich für die Liebe.
BAAL novo kontrastiert den gewaltbereiten Islam mit einem lebensbejahenden, sinnlichen und toleranten Islam, der im „Clash der Kulturen“ kaum noch wahrgenommen wird. „Jihad mon amour“ ist ein packender Stoff, politisch hochbrisant, ein Wagnis. In der Aufführung werden die Migrations-Biografien der Darsteller eingeflochten und thematisiert. So geht es in „Jihad mon amour“ auch um Hoffnungen, Ängste und innere Zerrissenheit von Einwanderern.
Das Stück wird in Deutsch, in geringen Teilen auch in Türkisch, Kurdisch und Persisch gespielt. Es ist ohne Fremdsprachenkenntnissen problemlos verständlich.
Es spielen unter der Regie von Edzard Schoppmann ein internationales Ensemble, der Deutsch-Iraner Puja Behbound, die Deutsch-Kurdin Ivan Subay und der Deutsch-Türke Vedat Erincin. Im Anschluss an die Aufführung stehen die Schauspieler für ein Gespräch mit den Schülern zur Verfügung.
Thematische Schwerpunkte für den Unterricht: Religion, Politik, Integration, Migration, Toleranz. Zu dem Stück ist ab April ein begleitendes Materialienheft erhältlich.
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| Mise en scène | Inszenierung | Edzard Schoppmann |
| Dramaturgie et adaptation | Dramaturgie und Bearbeitung |
|
| Scénographie | Bühnenbild | |
| Costumes | Kostüme | |
| Lumière | Licht | |
| Avec | Mit ZAZA AHMED MECHDI |
Ivan Subay Puja Behbound Vedat Erincin |
| Premiere 3. April 2008 Première le 3 avril 2008 |
|
| 28.November | 20:00 | Jugendhaus Fellbach |
| 28. und 29. Jan 2009 | 20:00 | Staatstheater Karlsruhe |
| 30.01.2009 | 10:00 & 20:00 | Offenburg – Salmen |
| 12.03.2009 | 10:00 & 20:00 | Offenburg – Salmen |
Laudatio anlässlich der Verleihung des deutsch-niederländischen Preis KAAS&KAPPES für Kinder- und Jugenddramatik:
Das Stück „Jihad mon amour“ von Edzard Schoppmann ist eine bissige theatrale Collage, die mit satirischen Mitteln die mitunter sehr harten und auch sehr grausamen Lebensschicksale von Migranten in nacherlebbare Form bringt. Mehrsprachig wie die bundesrepublikanische Wirklichkeit selbst startet das Stück goethegleich mit einem durchaus skandalträchtigen Prolog im Himmel, bei dem sich ein islam-fundamentalistischer Glaubenskämpfer um die ihm zustehenden paradiesischen Jungfrauen bemüht macht. Leider ohne Erfolg. Der weise religiöse Führer, eine islamischen Erzählungen entliehene Bühnenfigur, wird ihn im Verlauf eines fulminanten, durch spritzig-spitze Dialoge gekennzeichneten Verwandlungsparcour dahin führen, wo ihm gewährt wird, wonach wir alle uns sehnen: Liebe auf Erden.
Mit seinem satirischen Text „Jihad mon amour“ schuf Edzard Schoppmann nicht nur ein humorvolles, hochaktuelles Stück für spielwütige Schauspieler, sondern auch eine dem innewohnende philosophische Auseinandersetzung über religiöse Fragen. So hart die Wahrheit über das Leben und das Schicksal der Menschen ankommt, das geprägt sein kann von Unterdrückung, Flucht, Krankheit und Tod: wir finden die Kraft, dies auszuhalten und allem zum Trotz unsere Menschlichkeit nicht zu verlieren. Ein faszinierendes Stück Theater – für drei Personen – und: ein überzeugendes Plädoyer für die hassüberwindende Liebe.
